Wer war der US-Präsident mit der kürzesten Amtszeit?
William Henry Harrison hielt die kürzeste Amtszeit in der Geschichte der USA: Er starb nur 31 Tage nach seinem Amtsantritt.
Er hielt eine zweistündige Rede in der Kälte ohne Mantel oder Hut. Kurz darauf erkrankte er schwer und war der erste US-Präsident, der im Amt verstarb.
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William Henry Harrison hielt seine Antrittsrede am 4. März 1841 bei etwa 9 °C und kaltem Wind. Seine Rede war 8.445 Wörter lang und dauerte fast zwei Stunden. Während der gesamten Zeremonie verzichtete er auf Mantel, Handschuhe und Hut.Lange Zeit glaubte man, das kalte Wetter habe eine Lungenentzündung verursacht. Die Forscher Jane McHugh und Philip A. Mackowiak untersuchten jedoch 2014 seine Symptome erneut. Sie stellten fest, dass die Wasserversorgung des Weißen Hauses in der Nähe einer Sickergrube für Abwässer lag. Sie vermuten heute, dass er tatsächlich an Typhus (enterischem Fieber) starb, das durch Bakterien im Trinkwasser ausgelöst wurde.Die Mediziner im Jahr 1841 wussten noch nichts über Bakterien. Sie behandelten ihn mit schmerzhaften Methoden wie Aderlässen und dem Einsatz von erhitzten Gläsern zur Blasenbildung auf der Haut. Zudem verabreichten sie ihm Opium und Schlangenwurz. Diese Behandlungen schwächten ihn vermutlich eher, als ihm bei der Genesung zu helfen.Harrison starb am 4. April 1841. Sein Tod sorgte für Verwirrung, da die Verfassung nicht eindeutig regelte, ob der Vizepräsident automatisch zum neuen Präsidenten wird. Vizepräsident John Tyler legte dennoch den Amtseid ab und schuf damit den Präzedenzfall für die heutige Nachfolgeregelung bei Todesfällen im Amt.
Verifizierter Fakt
FP-0002359 · Mar 17, 2026