Wurde die Chinesische Mauer wirklich mit Reis gebaut?

Wurde die Chinesische Mauer wirklich mit Reis gebaut?

Die Chinesische Mauer wird teilweise durch Klebreis zusammengehalten.

Arbeiter mischten während der Ming-Dynastie eine Suppe aus Klebreis mit gelöschtem Kalk, um einen extrem starken Mörtel herzustellen. Diese Mischung ist widerstandsfähiger und wasserfester als gewöhnlicher Zement. Dank dieses organischen „Superklebers“ konnte die Mauer Erdbeben und Stürmen über 600 Jahre lang standhalten.

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Im Jahr 2010 untersuchten Forscher der Universität Zhejiang die Chemie dieses antiken Mörtels. Sie fanden heraus, dass das im Reis enthaltene Kohlenhydrat Amylopektin mit dem Calciumcarbonat des Kalks reagiert. Diese Reaktion erzeugt eine extrem dichte Mikrostruktur, die sowohl physikalisch belastbar als auch chemisch stabil ist.Die Reismoleküle steuern dabei das Kristallwachstum in der Mischung, was zu einer feineren Körnung als bei modernem Zement führt. Dieser Klebreismörtel wurde während der Ming-Dynastie (1368–1644) nicht nur für die Große Mauer, sondern auch für Stadtmauern, Pagoden und Gräber verwendet.Der Mörtel ist oft stabiler als die Ziegel, die er verbindet. In historischen Tests prallten schwere Hämmer von den Mauern ab, ohne Risse zu hinterlassen. Heute untersuchen Wissenschaftler diese Reismischung, um historische Gebäude originalgetreu und dauerhaft zu restaurieren.
Verifizierter Fakt FP-0003313 · Apr 4, 2026

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