Haben Seesterne ein Gehirn oder Blut?
Seesterne besitzen weder ein Gehirn noch Blut.
Sie nutzen ein System aus mit Meerwasser gefüllten Kanälen, um sich zu bewegen und zu überleben. Dieses Wasser transportiert Nährstoffe und Sauerstoff zu ihren Zellen anstatt von Blut.
Nerd's Section
Seesterne gehören zur Gruppe der Stachelhäuter (Echinodermata). Sie besitzen kein zentrales Gehirn für komplexe Entscheidungen. Stattdessen verfügen sie über einen Nervenring um den Mund und Nervenbahnen, die in jeden Arm führen. Dadurch kann jeder Arm unabhängig voneinander Licht, Berührungen und chemische Reize im Wasser wahrnehmen.Anstelle eines Herzens und Blutkreislaufs nutzen Seesterne ein Ambulacralsystem (Wassergefäßsystem). Meerwasser tritt durch eine kleine, harte Platte auf der Oberseite, die Madreporenplatte, ein. Das Tier pumpt dieses Wasser durch Kanäle zu Hunderten von winzigen Saugfüßchen. Durch die Veränderung des Wasserdrucks kann der Seestern diese Füßchen ausdehnen oder zusammenziehen, um sich fortzubewegen.Dieser hydraulische Druck ist stark genug, um die Schalen von Muscheln auseinanderzuziehen. Da sie Meerwasser nutzen, benötigen sie weder ein Herz noch rote Blutkörperchen für den Sauerstofftransport. Dieser dezentrale Körperbau hilft ihnen auch, Verletzungen zu überleben: Verliert ein Seestern einen Arm, kann er diesen oft regenerieren. Einige Arten können sogar aus einem einzigen Arm und einem Teil der Zentralscheibe einen komplett neuen Körper bilden.
Verifizierter Fakt
FP-0002089 · Mar 11, 2026