Was benutzte man vor der Erfindung des Radiergummis?

Was benutzte man vor der Erfindung des Radiergummis?

Bevor der Radiergummi erfunden wurde, nutzten Menschen zusammengerollte Weißbrotkrümel, um Bleistiftstriche zu entfernen.

Das weiche Innere eines frischen Brotlaibs ist von Natur aus leicht klebrig. Wenn man es über das Papier reibt, nimmt es die Graphitpartikel des Bleistifts auf – genau wie ein moderner Radiergummi.

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Bleistifte verbreiteten sich rasant, nachdem 1564 in Borrowdale, England, ein riesiges Graphitvorkommen entdeckt worden war. Über 200 Jahre lang hatten Autoren und Künstler daher stets einen Laib Brot griffbereit, um Fehler zu korrigieren. Sie entfernten die Kruste und rollten das weiche Innere zu einer kleinen Kugel.Im Jahr 1770 unterlief dem Ingenieur Edward Nairne ein glücklicher Fehler: Er wollte nach einem Brotstück greifen, erwischte aber stattdessen ein Stück getrockneten Kautschuksaft. Er stellte fest, dass dieses Material weitaus effektiver war als Brot und zudem nicht verrottete.Im selben Jahr gab der Wissenschaftler Joseph Priestley dem Material seinen englischen Namen „rubber“, da man damit Markierungen einfach wegreiben („to rub“) konnte. Zuvor war das Material hauptsächlich als „Federharz“ oder „elastisches Gummi“ bekannt.Moderne Radiergummis funktionieren durch Reibung. Wenn man mit dem Gummi über das Papier fährt, entsteht minimale Wärme. Diese macht das Material klebrig genug, um die Graphitpartikel zu binden. Der Graphit wird aus den Papierfasern gehoben und in den kleinen Radiergummikrümeln eingeschlossen, die man anschließend einfach wegwischt.
Verifizierter Fakt FP-0000867 · Feb 26, 2026

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