Welches ist die teuerste Geige der Welt?
Eine Stradivari-Violine namens „Lady Blunt“ wurde 2011 für 15,9 Millionen US-Dollar versteigert und ist damit das teuerste Musikinstrument, das jemals bei einer öffentlichen Auktion verkauft wurde.
Antonio Stradivari baute diese Violine im Jahr 1721. Ihr immenser Wert ergibt sich aus ihrem nahezu makellosen Zustand. Während die meisten historischen Violinen deutliche Gebrauchsspuren aus Jahrhunderten aufweisen, befand sich dieses Exemplar fast ausschließlich in Sammlerhand und wurde kaum bespielt.
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Antonio Stradivari fertigte im italienischen Cremona etwa 1.100 Instrumente an, von denen heute noch rund 650 existieren. Die „Lady Blunt“ gilt als eines der zwei am besten erhaltenen Exemplare weltweit.Wissenschaftler nutzen die Dendrochronologie (Jahrringanalyse), um das Holz dieser Violinen zu untersuchen. Das Holz vieler Stradivari-Instrumente stammt aus Bäumen, die während der Kleinen Eiszeit zwischen 1645 und 1715 wuchsen.Die anhaltende Kälte führte zu einem langsamen Baumwachstum, was das Holz besonders dicht machte und seine Schwingungseigenschaften beeinflusste. Eine Studie aus dem Jahr 2017 belegte zudem, dass Stradivari das Holz mit Chemikalien wie Borax und Kupfer behandelte. Ursprünglich als Schutz gegen Insekten gedacht, veränderten diese Stoffe zusätzlich die akustischen Eigenschaften.Der Rekordverkauf fand am 20. Juni 2011 beim Auktionshaus Tarisio in London statt. Der Erlös kam den Opfern des schweren Erdbebens und Tsunamis in Japan zugute. Während private Verkäufe teils höhere Summen erzielen könnten, bleibt dies der offizielle Rekord für eine öffentliche Versteigerung.
Verifizierter Fakt
FP-0002509 · Mar 20, 2026