Wie viele Gemälde verkaufte Van Gogh?
Vincent van Gogh verkaufte zu Lebzeiten nur ein einziges Gemälde.
Obwohl er über 900 Gemälde schuf, fand er kaum Käufer. Die Künstlerin Anna Boch erwarb das einzige dokumentierte Werk im Jahr 1890 für 400 Francs.
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Das Gemälde trägt den Titel <i>Der rote Weingarten</i> und zeigt die Weinlese nahe einer französischen Abtei. Anna Boch kaufte es auf einer Kunstausstellung in Brüssel, nur wenige Monate vor Van Goghs Tod. Sie war die Schwester eines Freundes von Van Gogh und wollte seine Arbeit unterstützen.Van Goghs Bruder Theo, ein Kunsthändler, versuchte vergeblich, die Werke zu vermarkten. Das zeitgenössische Publikum bevorzugte jedoch realistische Kunst und lehnte Van Goghs leuchtende Farben und den pastosen Farbauftrag ab. Dies führte dazu, dass Vincent zeitlebens finanziell von seinem Bruder abhängig war.Historiker vermuten zwar, dass Van Gogh gelegentlich Bilder gegen Lebensmittel oder Malutensilien eintauschte, doch <i>Der rote Weingarten</i> bleibt der einzige offiziell dokumentierte Verkauf. Heute zählen seine Werke zu den teuersten der Welt und erzielen bei Auktionen oft Preise von über 100 Millionen Euro.Das Werk gelangte später von Belgien nach Russland in den Besitz des Sammlers Iwan Morosow. Nach der Russischen Revolution wurde die Sammlung verstaatlicht. Heute ist das Gemälde im Puschkin-Museum für Bildende Künste in Moskau ausgestellt.
Verifizierter Fakt
FP-0001460 · Mar 4, 2026