Wie tief können Pinguine tauchen?

Wie tief können Pinguine tauchen?

Kaiserpinguine können bis zu 564 Meter tief tauchen und dabei 20 Minuten lang unter Wasser bleiben.

Ihre Körper sind an extremen Wasserdruck und niedrige Sauerstoffwerte angepasst. Sie speichern zusätzlichen Sauerstoff in ihren Muskeln und senken ihre Herzfrequenz, um Energie zu sparen. So können sie in Tiefen jagen, die für andere Vögel unerreichbar sind.

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Kaiserpinguine sind die am tiefsten tauchenden Vögel der Erde. Im Jahr 2011 dokumentierte der Forscher Paul Ponganis einen Tauchgang von 564 Metern Tiefe. In dieser Tiefe ist der Wasserdruck 50-mal höher als an der Oberfläche – ein Druck, der die Lunge eines Menschen sofort zerquetschen würde.Während die meisten Vögel hohle Knochen haben, um das Fliegen zu erleichtern, besitzen Kaiserpinguine massive, schwere Knochen. Diese wirken wie ein Bleigürtel beim Abtauchen und schützen vor Verletzungen durch den hohen Druck. Zudem verfügt ihr Blut über eine spezielle Zusammensetzung, die mehr Sauerstoff transportieren kann als menschliches Blut.Während eines Tauchgangs kann ein Pinguin seine Herzfrequenz von 100 auf nur 6 Schläge pro Minute drosseln. Dadurch wird Sauerstoff fast ausschließlich an das Gehirn und das Herz geleitet. Ihre Muskeln enthalten zudem zehnmal mehr sauerstoffbindende Proteine als die von Landtieren. Diese biologischen Werkzeuge ermöglichen es ihnen, in der dunklen Tiefsee nach Tintenfischen und Fischen zu jagen.
Verifizierter Fakt FP-0001419 · Mar 3, 2026

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