Kann Honig eigentlich schlecht werden?

Kann Honig eigentlich schlecht werden?

Archäologen haben in ägyptischen Gräbern über 3.000 Jahre alten Honig gefunden, der immer noch essbar ist.

Honig ist fast unendlich haltbar, weil er kaum Wasser enthält und sehr sauer ist. Bakterien können darin nicht überleben, weil der Honig ihnen sofort die Feuchtigkeit entzieht. Bienen mischen außerdem einen Stoff hinein, der wie ein natürliches Desinfektionsmittel wirkt.

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Als Howard Carter 1922 das Grab von König Tutanchamun öffnete, entdeckte er Honiggläser aus dem Jahr 1323 vor Christus. Der Honig darin war nach all der Zeit noch flüssig und genießbar. Das liegt vor allem an dem extrem niedrigen Wassergehalt von nur etwa 17 Prozent.Dieser geringe Wasseranteil erzeugt einen starken Druck auf Bakterien. Er saugt ihnen buchstäblich das Wasser aus dem Körper, sodass sie vertrocknen und sich nicht vermehren können. Zusätzlich ist Honig mit einem pH-Wert von etwa 3,9 sehr sauer. Die meisten Keime brauchen eine neutrale Umgebung und sterben in dieser Säure sofort ab.Bienen leisten bei der Herstellung ganze Arbeit. Sie mischen den Nektar mit einem speziellen Enzym namens Glucose-Oxidase. Dabei entsteht Wasserstoffperoxid, das wie ein Schutzschild gegen Pilze und Bakterien wirkt.Die alten Ägypter wussten genau, wie sie den Honig lagern mussten. Sie füllten ihn in Tonkrüge und versiegelten diese luftdicht mit Wachs. Da Honig Feuchtigkeit aus der Luft anzieht, wäre er ohne diesen Schutz irgendwann schlecht geworden. Experten der Texas A&M University bestätigen, dass Honig bei richtiger Lagerung eines der wenigen Lebensmittel ist, die niemals ablaufen.
Verifizierter Fakt FP-0000317 · Feb 25, 2026

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