Ist das Grab von William Shakespeare verflucht?
Auf William Shakespeares Grabstein steht ein Fluch, der jeden verdammt, der seine Gebeine bewegt.
Im 17. Jahrhundert war es üblich, alte Gräber auszuheben, um Platz für neue Bestattungen zu schaffen. Shakespeare ließ eine Warnung in seinen Grabstein meißeln, um sicherzustellen, dass seine sterblichen Überreste für immer unberührt blieben.
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Shakespeare ist in der Holy Trinity Church in Stratford-upon-Avon begraben. Sein Grab befindet sich in einem besonderen Bereich, dem Chorraum (Chancel). Die Grabplatte trägt nicht seinen Namen, sondern ein vierzeiliges Gedicht, das davor warnt, seinen Staub aufzuwühlen.Da die Friedhöfe im 17. Jahrhundert extrem überfüllt waren, brachten Totengräber alte Knochen oft in ein Beinhaus (Karnhaus). Shakespeare verfasste den Fluch vermutlich selbst, um dieses Schicksal zu verhindern. Das Gedicht verspricht jenen Segen, die die Steine ruhen lassen, und verflucht jeden, der seine Knochen bewegt.Im Jahr 2016 untersuchte der Archäologe Kevin Colls von der Staffordshire University das Grab mit seinem Team. Sie nutzten Bodenradar (GPR), um den Untergrund zerstörungsfrei zu analysieren. Diese Technologie nutzt Radiowellen, um Objekte oder Bodenveränderungen aufzuspüren.Der Scan ergab, dass das Grab nur etwa 90 cm tief ist. Zudem deutet alles darauf hin, dass Shakespeare in einem Leichentuch statt in einem schweren Sarg bestattet wurde. Das Team fand Hinweise darauf, dass der Kopfbereich des Grabes in der Vergangenheit gestört wurde. Dies stützt eine alte Legende, nach der Shakespeares Schädel im Jahr 1794 gestohlen wurde.
Verifizierter Fakt
FP-0001891 · Mar 9, 2026