Wie atmen Seegurken?
Seegurken atmen durch ihren After.
Sie pumpen Meerwasser durch ihre hintere Körperöffnung ein, um Sauerstoff zu gewinnen. Dieses Wasser gelangt in ein verzweigtes Röhrensystem im Inneren ihres Körpers, bevor es wieder ausgestoßen wird.
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Seegurken besitzen ein spezielles inneres Organ, die sogenannte Wasserlunge (Respirationstrakt). Dieses Organ besteht aus zwei langen, verzweigten Schläuchen, die mit der Kloake – der hinteren Körperöffnung des Tieres – verbunden sind. Um zu atmen, nutzt die Seegurke Muskelkontraktionen, um Wasser in die Kloake zu ziehen. Dieses Wasser wird dann in winzige Kanäle gepresst, wo der Sauerstoff in die Körperflüssigkeit des Tieres diffundiert.Eine Seegurke wie die <i>Holothuria scabra</i> pumpt pro Minute etwa 10 bis 20 Mal Wasser ein und aus. Diese Methode ist äußerst effizient für Lebewesen am Meeresboden, wo der Sauerstoffgehalt oft niedrig ist. Dieser Prozess unterscheidet sich grundlegend von der Kiemenatmung der Fische.Diese Öffnung dient jedoch nicht nur der Atmung. Einige kleine Fische, wie die Nadelfische (Carapidae), schwimmen in das Hinterteil der Seegurke, um sich vor Fressfeinden zu verstecken. Forscher der Universität Lüttich fanden heraus, dass diese Fische darauf warten, dass die Seegurke ihre Kloake zum Atmen öffnet, bevor sie hineinhuschen.Wird eine Seegurke angegriffen, kann sie ihre inneren Organe durch das Hinterteil ausstoßen. Dieser Vorgang wird Evisceration genannt und lenkt den Angreifer ab, während die Seegurke flieht. Die Wasserlungen und andere Organe können innerhalb weniger Wochen vollständig regeneriert werden.
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FP-0001337 · Mar 2, 2026