Was benutzten die Römer als Ersatz für Toilettenpapier?
Im antiken Rom nutzten die Menschen in öffentlichen Toiletten einen gemeinsamen Schwamm am Stock anstelle von Toilettenpapier.
In den öffentlichen Latrinen saßen die Menschen ohne Privatsphäre auf langen Steinbänken nebeneinander. Nach der Benutzung wurde der Schwamm in einem Eimer mit Salzwasser oder Essig ausgespült und für die nächste Person bereitgestellt.
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Dieses Werkzeug wurde als <b>Xylospongium</b> oder <b>Tersorium</b> bezeichnet. Es bestand aus einem Naturschwamm, der an einem Holzgriff befestigt war. Öffentliche Toiletten in Städten wie Rom oder Ostia Antica waren große Räume, in denen bis zu 50 Personen Seite an Seite saßen. Vor ihren Füßen floss in einer Rinne ständig frisches Wasser, um die Schwämme zu reinigen.Die Römer nutzten Eimer mit Essig oder Salzwasser zur Desinfektion zwischen den Anwendungen. Diese Flüssigkeiten können zwar einige Keime abtöten, reichten jedoch nicht aus, um alle Krankheitserreger zu eliminieren. Moderne Wissenschaftler wie Dr. Piers Mitchell untersuchten Proben aus antiken römischen Latrinen und fanden zahlreiche Eier von Parasiten, die im menschlichen Darm lebten.Zu diesen Parasiten gehörten Peitschenwürmer und Spulwürmer. Da sich alle die gleichen Reinigungswerkzeuge teilten, verbreiteten sich diese Parasiten mühelos von Mensch zu Mensch. Obwohl die Römer beeindruckende Abwassersysteme wie die <b>Cloaca Maxima</b> errichteten, sorgte die Nutzung gemeinsamer Schwämme für eine ständige Reinfektion der Bevölkerung. Diese Praxis war über Jahrhunderte im gesamten Reich verbreitet und endete erst mit dem Untergang des Römischen Reiches.
Verifizierter Fakt
FP-0003933 · Apr 17, 2026