Woher kommt eigentlich der Pyjama?
Der moderne Schlafanzug stammt von der „Pai Jama“ ab – einer lockeren Hose, die in Süd- und Westasien als Alltagskleidung getragen wurde.
Der Name leitet sich von den persischen Wörtern für „Beinkleidung“ ab. Britische Reisende in Indien waren von der Bequemlichkeit dieser Hosen so begeistert, dass sie den Stil im 19. Jahrhundert nach Europa brachten.
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Das Wort „Pyjama“ fand um 1800 Eingang in den europäischen Sprachgebrauch. In Ländern wie Indien, Iran und Pakistan trugen die Menschen diese leichten Baumwollhosen, um in der Hitze kühl zu bleiben. Zuvor schliefen die meisten Menschen in Europa in langen Nachthemden, die kleidähnlich geschnitten waren.Die Britische Ostindien-Kompanie trug maßgeblich zur Verbreitung des Stils im Westen bei. Bis zum frühen 20. Jahrhundert etablierte sich die zweiteilige Kombination aus Jacke und Hose als Standard für Männer. Im Jahr 1924 entwarf die Modeschöpferin Coco Chanel Seidenpyjamas für Frauen und verwandelte sie damit von reiner Nachtwäsche in modische Loungewear für zu Hause.Die ursprünglichen Hosen wurden mit einem Kordelzug gehalten, was sie leicht an verschiedene Taillengrößen anpassbar machte. Frühe Aufzeichnungen aus dem 17. Jahrhundert bezeichneten sie noch als „Mogul-Hosen“. Der Wechsel vom Nachthemd zum Pyjama vollzog sich vor allem aus praktischen Gründen, da die Hosen mehr Bewegungsfreiheit boten. Heute hat der weltweite Markt für Schlafbekleidung einen Wert von über 12 Milliarden Euro.
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FP-0001210 · Mar 2, 2026