Wie heiß ist ein Blitz?
Ein einziger Blitzschlag ist fünfmal heißer als die Oberfläche der Sonne.
Wenn ein Blitz durch den Himmel schießt, erhitzt er die Luft in Bruchteilen einer Sekunde auf etwa 28.000 Grad Celsius. Das geschieht, weil die Luft dem elektrischen Strom einen Widerstand entgegensetzt, wodurch enorme Hitze und Reibung entstehen.
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Während die Sonnenoberfläche eine Temperatur von etwa 5.500 Grad Celsius aufweist, erreicht ein Blitzschlag unglaubliche 28.000 Grad Celsius. Diese extreme Hitze entsteht, weil ein Blitz eine konzentrierte Plasmaentladung ist. Forscher der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) fanden heraus, dass sich Blitze mit einer Geschwindigkeit von rund 440.000 Kilometern pro Stunde bewegen. Bei dieser Geschwindigkeit reißt der Blitz förmlich durch die Atmosphäre und erhitzt die Umgebungsluft schneller als ein Augenzwinkern.Diese plötzliche Erwärmung führt dazu, dass sich die Luft explosionsartig mit Überschallgeschwindigkeit ausdehnt. Diese Explosion erzeugt eine Schockwelle, die wir als Donner hören. Im Jahr 1968 veröffentlichte der Forscher Martin Uman wegweisende Arbeiten zur Thermodynamik von Blitzen. Ein typischer Blitz transportiert etwa 1 Milliarde Joule Energie – genug, um eine herkömmliche Glühbirne sechs Monate lang ununterbrochen leuchten zu lassen.Die Stromstärke eines Einschlags ist mit bis zu 30.000 Ampere ebenfalls gewaltig. Dieser Energiefluss verwandelt die Gase in der Luft in das hell leuchtende, blau-weiße Licht, das wir sehen. Die Hitze ist so intensiv, dass Sand bei einem Einschlag sofort schmilzt. Dabei entstehen hohle Glasröhren, sogenannte Fulgurite. Diese „versteinerten Blitze“ lassen sich nach schweren Gewittern gelegentlich an Stränden oder in Wüsten wie der Sahara finden.
Verifizierter Fakt
FP-0000745 · Feb 26, 2026