Kann es in der Sahara schneien?
In der Sahara-Wüste liegt manchmal eine dicke, weiße Schneeschicht.
Kaltluftmassen aus Europa ziehen gelegentlich so weit nach Süden, dass sie die Wüste erreichen. Wenn diese Frostluft auf Feuchtigkeit in der Atmosphäre trifft, fällt Schnee und legt sich über die riesigen orangefarbenen Sanddünen.
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Schnee in der Sahara klingt unmöglich, ist aber bereits mehrfach vorgekommen. Die erste dokumentierte Aufzeichnung stammt vom 18. Januar 1979 aus der algerischen Stadt Ghardaïa. In jüngerer Zeit traten heftige Schneefälle in den Jahren 2016, 2017 und 2018 auf.Die meisten dieser Wetterphänomene ereignen sich nahe der Stadt Ain Sefra. Die Stadt gilt als „Tor zur Wüste“ und liegt etwa 1.000 Meter über dem Meeresspiegel. Im Jahr 2018 war der Schneefall so intensiv, dass die Schicht an einigen Stellen eine Tiefe von 40 Zentimetern erreichte.Dies geschieht, wenn ein Hochdruckgebiet über Europa eiskalte Luftmassen nach Nordafrika drückt. Damit Schnee entstehen kann, muss die Temperatur in der Wüste unter 0 °C fallen. Normalerweise ist die Sahara zu trocken für Niederschläge, doch gelegentlich bringen Sturmsysteme vom Mittelmeer genügend Feuchtigkeit mit.Wenn der Schnee liegen bleibt, bietet sich ein spektakulärer Anblick: Strahlendes Weiß auf bis zu 180 Meter hohen Sanddünen. Meist schmilzt die Pracht kurz nach Sonnenaufgang, doch für wenige Stunden verwandelt sich die heißeste Wüste der Welt in ein Winterwunderland.
Verifizierter Fakt
FP-0000857 · Feb 26, 2026