Gibt es in der Schweiz Schutzräume für alle Einwohner?
Die Schweiz besitzt genug Atombunker, um ihre gesamte Bevölkerung und zusätzliche 14 Prozent unterzubringen.
Ein Gesetz aus dem Jahr 1963 verpflichtete jeden Hausbesitzer, Schutzräume für die Bewohner zu errichten. Dies führte zum Bau von über 360.000 Bunkern im ganzen Land.
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Die Schweizer Regierung führte diese Politik während des Kalten Krieges ein, um die Bevölkerung vor einem Atomkrieg zu schützen. Laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) gab es im Jahr 2022 rund 360.000 Schutzräume. Dazu gehören 9.000 öffentliche Großanlagen und über 350.000 private Kellerbunker. Diese bieten Platz für fast 9 Millionen Menschen, was die Einwohnerzahl von etwa 8,6 Millionen übersteigt.Der Sonnenbergtunnel in Luzern war einst die größte zivile Schutzanlage der Welt; er bot Platz für 20.000 Personen und verfügte über ein eigenes Krankenhaus sowie eine Radiostation. Die meisten Bunker bestehen aus mindestens 30 Zentimeter dickem Stahlbeton, schweren Stahltüren und Belüftungssystemen mit Filtern gegen chemische oder radioaktive Partikel.Seit 2011 müssen Besitzer kleinerer Häuser keinen eigenen Bunker mehr bauen, sondern zahlen stattdessen eine Ersatzabgabe an die Gemeinde, um einen Platz in einer öffentlichen Anlage zu sichern. Im Alltag dienen diese Räume oft als Lager, Weinkeller oder Proberäume. Das Gesetz schreibt jedoch vor, dass sie innerhalb von 48 Stunden einsatzbereit sein müssen.
Verifizierter Fakt
FP-0003003 · Mar 26, 2026