Ist das Weltall ein perfektes Vakuum?

Ist das Weltall ein perfektes Vakuum?

Der Weltraum ist nicht leer: Er ist erfüllt von einem dünnen „Nebel“ aus Gas, Staub und Strahlung.

Ein perfektes Vakuum enthält absolut nichts. Der Weltraum hingegen beherbergt vereinzelte Atome und Energie, die noch vom Anfang des Universums stammen. Selbst in den leersten Regionen des Alls findet sich etwa ein Atom pro Volumen eines Würfelzuckers.

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Die Materie zwischen den Sternen wird als interstellares Medium bezeichnet. Sie besteht zu 99 % aus Gas und zu 1 % aus Staub, wobei Wasserstoff und Helium den Hauptanteil bilden. Zum Vergleich: Die Erdatmosphäre ist weitaus dichter; ein Kubikzentimeter Luft enthält etwa 25 Trillionen Moleküle.NASA-Sonden wie Voyager 1 und 2 haben die Dichte des Weltraums gemessen. Mit speziellen Instrumenten registrierten sie die Schwingungen von Elektronen im Gas, die wie ein tiefes Summen klingen. Dies beweist, dass das All kein absolutes Nichts ist.Zudem ist der Weltraum von der kosmischen Hintergrundstrahlung erfüllt – Licht, das seit dem Urknall unterwegs ist. Die Wissenschaftler Arno Penzias und Robert Wilson entdeckten diese 1964. Hinzu kommt die Dunkle Materie, die einen Großteil des Universums ausmacht.Selbst wenn man jedes Atom entfernen würde, bliebe Energie zurück. Winzige Teilchen entstehen und vergehen ständig – ein Phänomen, das als Quantenfluktuation bekannt ist. Diese Teilchen machen das Vakuum zu einem physikalisch aktiven Ort.Dieses extrem dünne Gas hat reale Auswirkungen: Es erzeugt einen minimalen Widerstand für Satelliten in der Erdumlaufbahn und liefert das Rohmaterial für die Entstehung neuer Sterne. Der Weltraum ist somit ein Beinahe-Vakuum, aber kein perfektes.
Verifizierter Fakt FP-0002808 · Mar 24, 2026

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