Welcher Planet ist der heißeste?
Die Venus ist mit einer Oberflächentemperatur von 462 °C der heißeste Planet unseres Sonnensystems – heiß genug, um Blei zu schmelzen.
Die Venus besitzt eine dichte Atmosphäre aus Kohlendioxid, die Wärme extrem effizient speichert. Dieses Gas wirkt wie eine schwere Decke, die verhindert, dass Hitze in den Weltraum entweicht. Obwohl Merkur näher an der Sonne liegt, bleibt die Venus aufgrund dieser eingeschlossenen Luft deutlich heißer.
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Die Atmosphäre der Venus besteht zu 96,5 % aus Kohlendioxid und ist etwa 90-mal schwerer als die Erdatmosphäre. Dies erzeugt einen Oberflächendruck, der dem in 1.000 Metern Meerestiefe entspricht. Die Luft ist so dickflüssig, dass sie sich in Bodennähe fast wie Wasser bewegt.Im Jahr 1970 schickte die Sowjetunion die Sonde Venera 7 zur Oberfläche. Sie war das erste Raumfahrzeug, das auf einem anderen Planeten landete und Daten zur Erde sandte. Die extreme Hitze und der enorme Druck zerstörten die Sonde nach nur 23 Minuten. 1982 hielt die Sonde Venera 13 immerhin 127 Minuten stand, bevor sie ausfiel.Die Venus ist etwa 108 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt, während Merkur mit 58 Millionen Kilometern deutlich näher liegt. Dennoch sorgt das Kohlendioxid auf der Venus für einen außer Kontrolle geratenen Treibhauseffekt. Dadurch bleibt die Temperatur bei Tag und Nacht nahezu identisch.Die Wolken der Venus bestehen aus Schwefelsäure und reflektieren 70 % des einfallenden Sonnenlichts. Die geringe Lichtmenge, die die Oberfläche erreicht, kann nicht mehr entweichen. Dies macht die Venus rund 15 °C heißer als die heißesten Stellen auf dem Merkur.
Verifizierter Fakt
FP-0002409 · Mar 18, 2026