Wie funktionieren Schallplatten eigentlich?
Eine Vinyl-Schallplatte besitzt nur eine einzige Rille, die sich auf jeder Seite über eine Länge von etwa 500 Metern spiralförmig nach innen windet.
Eine Nadel tastet diesen langen, unebenen Pfad vom Rand bis zur Mitte ab. Wenn die Nadel auf winzige Erhebungen in der Rille trifft, gerät sie in Schwingung und erzeugt so die Musik, die wir hören.
Nerd's Section
Eine Standard-LP mit 12 Zoll Durchmesser besteht aus Polyvinylchlorid (PVC). Was auf den ersten Blick wie viele konzentrische Kreise aussieht, ist in Wahrheit eine einzige, kontinuierliche Spirale. Bei einer Spieldauer von 20 Minuten pro Seite kann dieser Pfad zwischen 450 und 750 Meter lang sein – das ist länger als fünf Fußballfelder!Die Rille ist wie ein „V“ mit zwei Seitenwänden geformt. Bei einer Stereo-Aufnahme ist das Signal für den linken Kanal in der inneren Wand und das für den rechten Kanal in der äußeren Wand kodiert. Eine winzige, diamantbestückte Nadel sitzt in dieser V-Form. Während sich die Platte mit 33 1/3 Umdrehungen pro Minute dreht, stößt die Nadel gegen mikroskopisch kleine Erhebungen und Vertiefungen.Diese Unebenheiten lassen die Nadel extrem schnell hin- und herschwingen. Ein Magnet im Tonabnehmer wandelt diese mechanischen Schwingungen in elektrische Signale um. Diese Signale werden an die Lautsprecher geleitet und dort wieder in Schallwellen transformiert. Da der äußere Umfang der Platte größer ist, bewegt sich das Material dort schneller unter der Nadel hindurch als innen. Deshalb klingt die Musik am Anfang einer Platte oft etwas klarer als ganz am Ende.
Verifizierter Fakt
FP-0000822 · Feb 26, 2026